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Der Igel in Ihrem Garten...

...erfreut das tierliebe Menschenherz, ist aber nicht Ihr Eigentum. Er ist streng geschützt. Sein Leben und seine Gesundheit werden durch Menschen in vielerlei Hinsicht gefährdet. Freuen Sie sich über die Stacheltiere und helfen Sie mit Umsicht, Gefahren für ihn aus dem Weg zu räumen.

Igelfamilie Es ist Herbst und die Abende werden kühler. Die Dämmerung setzt zeitiger ein und die Igel werden jetzt eher bei der Nahrungssuche beobachtet als im Sommer.
Die kleinen Igel sondern sich von der Familie ab und durchstreifen ihr Revier. Das ist aber kein Grund einen Igel aus seinem natürlichen Lebensraum zu entnehmen. Der Igel ist ein wildlebendes Tier, ist streng geschützt und darf nicht grundlos aus seinem Gebiet entfernt werden ( $ 42 und 43 des Bundesnaturschutzgesetztes).

Leider glauben viele besorgte „Tierfreunde“, einen Igel in dieser nahrungsreichen Jahreszeit in Obhut des Menschen geben zu müssen. Eine falsche Hilfe ist für diese Tiere das Todesurteil. Wenn man etwas für die Igel tun will, egal wie klein sie noch sind, kann man durch Zusatzfütterung helfen, dass sie sich schnell ein kräftiges Fettpolster anfressen. Dazu sind Hundenassfutter, Katzenfutter, nass oder trocken , aber auch festes ungewürztes Rührei, ungewürztes Rinderhack, Haferflocken oder Sonnenblumenkerne geeignet. Auf keinem Fall darf der Igel Milch erhalten. Eine kippsichere kleine Schale mit Wasser ist wichtig. Der Igelnapf soll täglich gereinigt werden. Um das Futter vor Katzen und Regen zu schützen, kann man es unter einen Kiste stellen mit einer 10c m² großen Öffnung. Die Fütterung kann auch tagsüber erfolgen, wenn sich der Igel zeigt.

Bei den Herbstarbeiten in den Gärten sollte immer eine Stöberecke als Igelschutz und Winterquartier eingerichtet werden. Bis Frosteinbruch ist es normal, dass Igel Futter suchen.

Auch beim ersten Schnee laufen mitunter Igel durch den Garten. Futter hinstellen; vielleicht kommt er wieder. Die Tiere nicht aus der Natur entnehmen.

Ebenso gibt es im Frühling einiges zu beachten, wenn der Garten bearbeitet werden soll. Oft hat man im Herbst schon Holz, Baumverschnitt zum Verbrennen zusammengetragen. Unter diesen Haufen könnte Ihr Igel noch schlummern. Stapeln Sie deshalb den "Scheiterhaufen" vorsichtig um und setzen Sie gefundene Tiere an einen sicheren Ort.

Schwimmbecken, Gruben und Gartenteiche sind oft tödliche Fallen. Legen Sie Ausstiegshilfen(ein Brett mit Querleisten) an eine flache Seite des Teiches. Stellen Sie nur wenn nötig Ratten- und Mausefallen oder Giftköder auf. Legen Sie diese mindestens 50 cm über den Erdboden (Mauer). Vorsicht ist auch deshalb geboten, weil Kinder gern herumstöbern und sich ebenfalls verletzen könnten.

Durch grobe Maschendrahtzäune kriechen Igel oft durch und bleiben hängen. Setzen Sie den neuen Zaun nicht ganz am Boden an oder biegen Sie ihn an einigen Stellen etwas hoch, damit der Stachelfreund hindurch kann.
Auch Kellertreppen, offene Kellerfenster, Lichtschächte und elektrische Zäune werden dem Igel oft zum Verhängnis.

Gefahr besteht auch, wenn Igel nach Futter suchen und dabei in leere Hunde- oder Katzenfutterdosen kriechen oder sich sogar in die "gelben Säcke" verirren, in denen sie möglicherweise über die Müllabfuhr entsorgt werden. IgelVerzichten Sie weitgehend im Garten auf chemische Mittel zur Schädlingsbekämpfung. Der Igel frisst gern Schnecken, Insekten, Larven, Würmer und kleine Mäuse.
Katzen können Ihrem Gartenigel nicht schaden, anders aber der Hund. Lassen Sie ihn abends nicht ohne Leine laufen. Lassen Sie über Nacht kein Hundefutter im Hundezwinger stehen. Wollen Sie zufüttern, stellen Sie dem Igel etwas Hunde- oder Katzenfutter und Wasser an sicherer Stelle hin. Der Igel frisst auch gekochte Eier, ungewürztes Rührei und frisches Schabefleisch. Füttern Sie nie Milch, auch Obst und Gemüse stehen nicht auf seinem Speiseplan.

Haben Sie, wie wir im Tierheim, Igel als Wintergäste beherbergt, setzen Sie diese, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind, Mitte Mai, im Fundgebiet wieder aus. Stellen Sie für die erste Zeit noch Katzenfutter und Wasser hin.